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Call of Duty: Black Ops – verdeckte Operationen im Kalten Krieg

29/05/2010

Gestern sind eine Menge neuer Infos und Bilder zum 7. Teil der Call of Duty-Reihe (COD) auf den verschiedenen News-Seiten aufgetaucht. In London hat nämlich Publisher Activison zwei  erste Spiel-level der Fachpresse vorgestellt. Findet eine recht umfangreiche Screenshot-Galerie etwa hier auf vg247. Ihr dort gibt es auch haufenweise Preview-Material und Interviews mit den Machern. Neben einem neuen Szenario soll es weitreichende Veränderungen sowie Neuerungen am grundsätzlichen Spielprinzip des Ego-Shooters geben. Gerade letzteres wünschen sich wohl viele Fans, scheint sich außer in der optischen Präsentation nicht wirklich viel im Gameplay der vergangenen Serienvertretern getan zu haben. Verantwortlich ist dieses Mal Entwicklerstudio Treyarch, welches die vielen Weltkriegs-Ableger der CoD-Reihe  kreierte.

Im Mittel Punkt der Handlung stehen verschiedene Black Ops-Missionen während des Kalten Krieges. Diese führen etwa in die eisige Kälte des Urals (Sowjetunion) oder die Hitze Hue Cit’y  in 1968 (Vietnam). Entgegen ersten Gerüchten handelt es sich also nicht um ein reines „Vietnamkriegs-Spiel“. Laut Mark Lamia, Studiochef bei Treyarch, geht es eher um die Geschichte der US-Eliteeinheiten und ihre verdeckten Operationen weltweit. Man wolle von jenen Kämpfen berichten, „die nicht in den Medien gezeigt wurden“. Deshalb sei die Entscheidung auf die Black Operations gefallen – Mission welche „die Regierung leugnen musste, da sie ansonsten einen Weltkrieg ausgelöst hätten“. Genauere Infos gibt Lamia aber nicht, außer das man auf der Gegenseite -Überraschung- einen fiesen russischen General stoppen muss.

Der auserwählte Abschnitt Zeitgeschichte stellt die Macher vor einige Herausforderungen, sind die Grenzen zwischen Gut und Böse doch weit aus weniger einfach zu ziehen als im sonst üblichen Weltkriegs-Szenario. Man wolle hierbei zwar auch unter den Gegnern (böse Russen, Vietnamesen und andere Kommunisten) für „wiedererkennbare und identifizierbare  Charaktere“ sorgen, de facto spielt man aber auch in diesem Teil einen typischen amerikanischen Helden. Alle anderen sollen sich aber über den Multiplayer-Modus freuen, hier darf man auch auf Konterrevolutionäre und Kapitalisten schießen. Was Lamia da alles zu den Schwierigkeiten des Szenarios und der Konstruktion von Stereotypen in CoD-Black Ops erzählt, hört sich ziemlich schwammig an – lest das Interview ebenfalls auf vg247. Die Kollegen haben dort eine Reihe wirklich spannender Fragen gestellt und gewisse ethische Problematiken angesprochen. Kurz gesagt: So sehr die Entwickler um den heißen Brei reden, am Ende ist es wieder ein amerikanisches Spiel in dem simplifizierte Versionen von  Gute und Böse gegeneinander antreten (dieses Thema haben wir erst vor Kurzem angesprochen). Wer kann es ihnen aber auch verübeln, immerhin wollen sie ja Geld verdienen – und das macht man zu einem gros noch auf dem US-amerikanischen Markt. „Appealing content“ ist dafür erste Grundvoraussetzung.

Weiter werde in CoD: Black Ops sehr viel mehr Aufwand auf Charakter- und Story-Entwicklung gesteckt. Die Spieler sollen sich stärker mit dem Protagonisten identifizieren und vielfältige Individualisierungen vornehmen können. Darüber hinaus sei „Abwechslung“ ein wesentliches Attribut des Programms – Schleich-Missionen folgen auf laute Feuergefechte, verschiedene Fahrzeuge stehen zu Verfügung, man kämpft sich durch unterschiedlich Klimazonen etc. etc. Neue Waffen, wie etwa die Armbrust, finden auch Eingang ins Arsenal. Es wird einen Singleplayer-Modus, Vier-Spieler-Splitscreen und klassischen Multiplayer geben. Am Mehrspielr-Modus arbeitet hierbei ein eigenes Team. Treyarch selbst spricht von quasi „drei Spielen in einem“.

Seht hier den aktuellen Trailer:

Technisch sicher alles auf hohem Niveau, beeindruckend in Szene gesetzt. Inhaltlich wie Spielerisch jedoch weniger überraschend. Es bleibt abzuwarten wie viele echte Innovationen auf uns zu kommen – und welche spannende, unbekannte Geschichte  Treyarch uns vom Kalten Krieg erzählen will.

CoD: Black Ops erscheint am 9. November für PC, PS3, Xbox 360, auch eine Wii-Portierung ist geplant.

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