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A long time ago, in a galaxy far, far away…

23/01/2010

REVIEW: Star Wars Battlefront Elite Squadron (PSP)

Computer- und Videospiele zur Star Wars (SW) Saga gibt es (zum Glück) zu Hauf. Vom PC, über 8- und 16-Bit Spielkonsolen bis hin zur heutigen HD-Generation, für jede wichtige Plattform erschien mindestens ein Titel des Franchises. Hierbei kann der/die Spieler/in in jede nur erdenkliche Rolle des reichhaltigen Star Wars-Universums schlüpfen: Ob Jedi, Sith, Kampfpilot, Elite Clone Trooper, Bounty Hunter – alles ist möglich. Eingefleischte Fans können so – zumindest digital – selbst zu einem Teil der größten Geschichten moderner Popkultur werden.

Mit den bekannten wie erfolgreichen  SW: Battlefront Titeln wird  das Kampfgeschehen innerhalb eines Spiels gleich aus mehreren unterschiedlichen Perspektiven erlebbar. Je nachdem für welche Seite sich der Spieler entscheidet, stehen diverse Truppentypen für hitzige Lasergefechte vor bekannten Schauplätzen zur Verfügung. Großes Vorbild war hierbei stets der 2.Weltkriegs-Shooter Battlefield 1942. Bisher sind zwei Teile für PC, Xbox, PS2 sowie weitere Ableger für die PSP erschienen. Mit SW Battlefront: Elite Squadron liefern Publisher LucasArts und der britische Entwickler Rebellion den aktuellsten Ableger der Reihe – exklusiv für die Handhelds PSP und Nintendo DS. Es kann durchaus als Nachfolger zum PSP-Titel SW Battlefront: Renegade Squadron angesehen werden.

Für diese Review haben wir uns die PSP-Version von Elite Squadron ein wenig näher angesehen. Erfahrt nun, warum das Spiel zwar durchaus begeistern kann, aber zu gleich auch ein wenig enttäuscht…

Die Handlung:

Wie bei jedem anderen Battlefront-Spiel auch, steht bei Elite Squadron eine ausgefeilte Story mit tiefgründigen Charakteren weniger im Mittelpunkt. In erster Linie handelt es sich hier um einen klassischen 3rd-Person Shooter, in dem Schlachten aus dem SW Saga nachgespielt werden können. Dabei kann der Spieler zwischen der hellen oder dunklen Seite Wählen. Je nach „Epoche“ stehen dann die Republik oder Separatisten, die Rebellen oder das Imperium zur Wahl. Um dem Ganzen dann aber doch irgendeinen engeren Kontext zugeben, führt der „Story“-Mode durch beide SW-Kriege aus der Perspektive des Elite-Klonkriegers X2. Dieser ist aus der DNA eines Jedi-Meisters erschaffen worden – ganz wie sein ‚Zwillingsbruder‘ X1. Nach Ausführung der berüchtigten Order 66 bereut X2 den Mord an den Jedi und wendet sich vom Imperium ab – um fortan für die Rebellion einzutreten. Fortan kämpft er sich durch alle 12 Maps des Spiels und nimmt so an allen wichtigen Gefechten der SW Saga teil. Auf dem Höhepunkt der Handlung schließt sich X2 seinem genetischen Vater Falon Grey an und trifft auf seinen Bruder x1, der dem Imperium nach wie vor treu ergeben ist…mehr möchten wir an dieser Stelle von der vorhersehbaren Geschichte nicht verraten. Das diese wenig inspirierend ist, war zu erwarten – der Storymode ist, wie bereits erwähnt, aber ohnehin nie Kern der Battelfront-Reihe gewesen. Wichtiger sind die Spielbalance, die Action, Aufmachung und vorallem der Multiplayer-Modus.

Die Spielmechanik:

SW Battlefront: Elite Squadron erweitert das grundlegende Spielkonzept der Reihe um einige interessante Neurungen. Die wichtigste ist vielleicht die Gliederung der Schlachtfelder in drei Ebenen: so kämpft man auf dem Boden, dem Weltraum und im Innern gigantischer Raumschiffe. Diese zu knacken entscheidet oft über Sieg oder Niederlage. Musste man in den Vorgängern noch alle Stützpunkte auf der Karte erobern, ist dieser Aspekt hier zwar auch noch wichtig, aber nicht zwangsläufig entscheidend: in der Regel genügt es die lokale Ionen-Kanone einzunehmen, um mit dieser dann den Schild des feindlichen Mutterschiffs im Orbit zu zerstören. Hat man dies getan, fliegt mit dem nächstbesten Raumgleiter ins All und feuert sich den Weg zum Raumschiff frei. Hier landet man nun und kämpft sich mit seinem Squadron zum Kern durch. Antriebskern zerstören und…gewonnen! Weitere markante Änderungen werden Fans der Reihe bei der Charakterwahl auffallen: zwar gibt es wieder verschiedene Truppentypen, doch bietet das Spiel keine vorgegebene Auswahl an; Waffen und Ausrüstung legt man nun entweder vor Spielbeginn oder während der Gefechte an den eroberten Stützpunkten fest. Des Weiteren ist die Spielfigur nach belieben individualisierbar. Helme, Rüstungen, Farben und Embleme sind dabei natürlich auf die angebotenen Auswahl beschränkt. Als Bonus lässt sich zu bestimmten Zeitpunkten während der Schlachten die Steuerung von Filmcharakteren wie Mace Windu, Han Solo, Darth Vader uvm. übernehmen.

Auch wenn Elite Squadron die Grenzen der Schlachtfelder drastisch zu erweitern versucht, wird dieses Konzept dann nach einer (kurzen) Weile leider doch zur reinen Routine. Wesentliche Erneuerung in der Spielerfahrung sucht man vergebens. Trotz aller Anstrengung bleibt Elite Squadron grundsätzlich ein klassisches Battlefront-Spiel. Für Fans nicht das Schlechteste, aber einige Innovationen und Überraschungen mehr wären doch wünschenswert gewesen.Dafür nahmen die Entwickler deutliche Änderungen an der Steuerung vor – so wird manch Spieler/in etwas überrascht sein, dass er/sie sich nicht mehr frei umsehen kann. Das kann währende der Kämpfe durchaus zu einer nervigen Angelegenheit werden. Darüber hinaus ‚fühlt‘ es sich einfach komisch an.

Zu den verschiedenen Modi lassen sich nicht allzu viele Worte verlieren: man hat die Wahl zwischen Storymode, Instant Action und Galactic Conquest. Letztere verbindet die Action-Level mit einer strategischen Übersichtskarte, auf der man rundenweise Truppen zusammenstellt, Flotten verschiebt und Planeten erobert. Das Ganze wirkt wie eine Light-Version von Empire at War. Bei den sehr unterhaltsamen Multiplayergefechten können auf der PSP bis zu 16, mit dem DS bis zu 4 Spieler/innen gegeneinander antreten.

Das Design:

Ein Star Wars Spiel kann bezüglich der Gestaltung wenig falsch machen – und auch Elite Squadron weiß mittels der richtigen Stilmittel eine dichte Star War Atmosphäre aufzubauen: grandioser John Williams-Soundtrack, Laserzischen wie im Film und eine recht ansehnliche Grafik machen das Spiel ganz präsentabel. Die Figurenmodelle sowie Fahrzeuge sind detailliert gestaltet und hübsch animiert; auch die Umgebungen vermitteln das Gefühl selbst auf dem Todesstern, Endor oder sonst wo in der Galaxis unterwegs zu sein. Gelegentlich fallen hier die Texturen nur etwas arm aus, dass ist aber völlig verzeihbar.

Fazit:

Für Battlefront-Fans bietet das Spiel mit seinen drei-gliedrigen Maps und individuell gestaltbaren Truppentypen einige neue Impulse, die allerdings schnell an ihren anfänglichen Reiz verlieren. Die Steuerung – unserer Meinung nach ein Rückschritt – trägt ebenfalls zu einer gewissen Ernüchterung bei. Wer darüber hinweg sehen kann oder noch keine Erfahrungen mit der Serie hat, bekommt einen soliden 3rd-Person Shooter, der gekonnt die Star Wars Lizenz zu seinen Gunsten umsetzt. Es macht einfach unheimlichen Spaß als Stormtrooper kleine Ewoks und ungehorsame Rebellen zur Rasion zu bringen. Kein Spiel das man verschlingt, aber doch immer wieder gerne mal in die PSP oder den DS schiebt. Gesamturteil: ganz gut – mit Abstrichen.

Star Wars Battlefront: Elite Squadron erschien am 06. November 2009 für PSP und Nintendo DS. Derzeit ist es im Handel für ca. 39,99 erhältlich.

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