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While my guitar gently wheeps…

28/12/2009

Review: The Beatles Rockband

Die Weihnachtszeit ist für wahre Gamer auch immer eine besonders intensive Spielezeit – nicht selten erweitert sich über die Feiertage die heimische Spielesammlung in beachtlichem Umfang. So auch bei uns. Gleich mehrere Neuzugänge warten nun drauf getestet und rezensiert zu werden. Einen ganz besonderen Titel stellt hierbei das famose The Beatles Rockband dar…

Mit Activisons Guitar Hero brach vor ca. 4 Jahren eine Lawine im Bereich der interaktiven Musikspiele los. Das Genre erfreut sich dabei enormer Beliebtheit. Bis heute sind in der Original-Serie 5 Teile erschienen, neue Titel stehen weiterhin in Aussicht. Das Spielprinzip ist dabei relativ einfach: mit verschiedenen Instrumenten und Gesang spielt man möglichst akkurat bekannte Rockhits nach. 2007 veröffentlichte dann EA unter „Rockband“ seine eigene Version. Auch hier sind mittlerweile verschiedene Ableger der Reihe erschienen.   The Beatles: Rockband ist der neueste Teil und kam im September auf den Markt. Hier besteht für bis zu sechs Spielern  die Möglichkeit in die digitalen Fußstapfen der FabFour zu treten – auf der Wii, Xbox 360 und PS3. Letztere stellt die Testversion für diesen Artikel.

Die Spielmechanik:

Die Spiellogik gleicht allen anderen Gitarren/Band-Simulatoren: im Verlauf eines Songs müsst Ihr dem Takt entsprechend verschiedene Tasten drücken, die durch unterschiedlich Farben auf dem Bildschirm signalisiert werden. Der Gesang funktioniert ähnlich wie bei Karaokeprogrammen ( etwa Singstar). Hört sich simpel an? Das ist es grundsätzlich auch, macht aber eine Menge Spass – und kann vor allem im höheren Schwierigkeitsgrad sehr anspruchsvoll sein. Spieler mit Instrumentenerfahrung (Bass / Gitarre / Drums) oder Gesangstalent sind eindeutig im Vorteil.

Das Paket kommt mit Schlagzeug, einer Gitarre und Bass sowie einem Mikrofon. Zusätzlich haben wir uns noch eine Gitarre besorgt Alle Instrumente sind kabellos einsetzbar und kommunizieren über USB-Empfänger, die an die Konsole angeschlossen werden. Beim Spielstart lassen sich die Geräte problemlos anmelden und kalibrieren. Neben den Instrumenten können bis zu drei weitere Spieler ’singen‘ – allerdings empfiehlt es sich für jeden ein eigenes Mikrofon anzumelden. Möchte man das Spiel wirklich als Rockband erleben braucht man also eine Menge Platz. Daneben lassen sich aber auch Online-Matches mit Spielern rund um den Globus bestreiten. The Beatles: Rockband  bietet hierbei verschiedene Spielmodi: Quickplay, Storymode und einen Trainingsmodus.

Quickplay ist relativ selbst erklärend: allein oder als Band wählt Ihr Euch selbst die Songs aus und spielt einfach drauf los. Alle 45 Songs sind sofort auswählbar und können in verschiedenen Schwierigkeitsgraden nachgespielt werden. Der so genannte Story-Mode gleicht dem Karriere-Modus der anderen Rockband-Spiele und führt durch acht ausgewählte Abschnitte der Beatles-Geschichte. So spielt Ihr u.a. in Liverpool, Japan oder  den Abbey Road Studios. Jedes Kapitel wird mit einem kurzen Clip – der aus Fotos, Animationen und Originalaufnahmen besteht – eingeführt. Meist sind zwischen fünf und sechs Liedern zu meistern, bevor das nächste Kapitel zugänglich wird. Für jeden Song erhaltet Ihr eine Bewertung zwischen einem und fünf Sternen. Je besser die Bewertung, umso mehr Boni werden freigeschaltet. Diese umfassen Fotoalben, Videoclips usw. Weitere Songs sind jedoch nicht freispielbar. Die Songlist lässt sich nur durch Downloads erweitern; ein Titel kostet hierbei ca. 1,99 EUR. Hier findet Ihr die komplette Tracklist.

Das Design:

Im Grunde unterscheidet sich der Titel grafisch kaum von anderen Rockband-Ablegern. Während  im Vordergrund die Spielbahnen angezeigt werden, auf denen die geforderten Tasten ablaufen, rocken im Hintergrund die leicht stilisierten Polygon-Beatles in Comic-Optik ab. John, Paul, Ringo und George sind unverkennbar und erstklassig in Szene gesetzt. Die Rahmengestaltung ist dabei  auf die Songs und Ihr jeweiliges Erscheinungsdatum abgestimmt: spielt Ihr in den frühen 1960ern noch in dunklen Kellern mit Schlips und Pilzkopf, sind die späteren Songs vom bunt-psychedelischen Stil des Sgt. Pepper geprägt. Die Zwischensequenzen sind ebenfalls alle im unverkennbaren Stil der Beatles gestaltet.

Musikalisch bleibt nicht viel zu sagen – einfach grandios. Man muss die Beatles -und somit gute Musik – schon hassen, um etwas an der akkustischen Gestaltung aussetzen zu können.

Fazit:

The Beatles: Rockband ist der Traum eines jeden Beatles-Fans: Nie war das Gefühle selbst mit Paul, John, Ringo und George auf der Bühne zu stehen so real wir mit diesem Programm. Die Songlist umfasst die wichtigsten Stück der Bandgeschichte und spiegelt die atemberaubende Vielfalt im künstlerischen Schaffen der vier Briten. Vor allem im Multiplayer entfaltet das Spiel sein volles Potential und wird zu einem einzigen Party-Event. Auch im Solo-Player weiß der Titel zu unterhalten, stellen doch insbesondere die höheren Schwierigkeitsgrade eine alles anderes als einfache Herausforderung dar. Die Motivation das Spiel immer wieder neu aufzulegen ist daher hoch. Einziger Wermutstropfen: nicht alle Hits sind Teil der Playlist. So habe ich persönlich Kracher wie Help! oder She loves you vermisst. Und warum gibt es All you need is Love nur für die Xbox 360?!! Leider sind auch noch längst  nicht alle Titel käuflich als DLC erhältlich. Allerdings wächst die Songbibliothek beständig, d.h. eventuell muss man sich nur etwas gedulden. Nichtsdestotrotz bleibt The Beatles: Rockband ein klasse Spiel. Von mir gibt es zehn von zehn Punkten. Das ich selbst Beatles-Fan bin, spielt dabei sicher eine Rolle, aber keine allzu bedeutende. Ehrlich.

P.S.: Gitarre, Bass und Mikro lassen sich auch ohne Probleme für Guitar Hero verwenden – jedenfalls auf der PS3. Für das Schlagzeug gilt dies unserer Erfahrung nach leider nicht.

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