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Review: Morrowind Elder Scrolls III

16/12/2009

Morrowind aus dem Jahr 2002 ist ein weiterer Klassiker des RPG Genres und gehört zu meinen Favoriten. Wie bei den beiden Vorgängern Arena und Daggerfall sowie dem vierten Teil Oblivion, ist Bethesda für die Entwicklung der umfangreichen Fantasywelt verantwortlich. Bei Morrowind handelt es sich um ein Singleplayer Spiel in dem zwischen First- und Thirdperson Perspektive gewechselt werden kann.

Charaktererstellung

Morrowind spielt auf der Insel Vvardenfell, einer Art Kolonie des Empire im Norden des Kontinents Tamriel, welcher einigen von euch sicherlich aus den ersten beiden Teilen und Oblivion bekannt ist. Zu Beginn des Spiels, wird der Held in der kleinen Hafenstadt Seyda Neen, von einem Gefangenentransport als Häftling, abgeladen. Die Charaktererstellung findet hierbei als eine Art bürokratischer Datenerfassung statt. Man wird von dem lokal verantwortlichen Empirepersonal nach Namen, Sternzeichen, Rasse und Beruf befragt. Hier kann der Spieler sich zwischen 10 verschiedenen Rassen entscheiden, welche natürlich jeweils ihre Vor- und Nachteile besitzen. So stehen dem Spieler verschiedene menschliche und elfische Rassen  sowie die katzenartigen Khajiit, die Echsenrasse der Argonier und der Klassiker Orks zur Verfügung. Auch das optische Feintuning des Helden kann hier vorgenommen werden. Die Wahl eines von 13 Sternzeichen, beeinflusst ebenfalls die Talente und Attribute des Helden. Zuletzt kann der Spieler einen von 21 vorgefertigten Berufen wählen oder einen eigenen erschaffen. Dieser beeinflusst, welche der Fähigkeiten zu den fünf Haupt- und welche zu Nebenfähigkeiten werden. Welche Fähigkeiten sich im Spielverlauf um welchen Wert erhöhen, hängt vom vorherigen Spielverhalten ab. So lassen sich Fähigkeiten, die oft benutzt wurden um bis zu 5 Punkte bei Levelanstieg erhöhen, andere wiederum nur um einen.

Morrowind bietet in seinem Spielverlauf erstaunlich viele Möglichkeiten, seinen Helden zu verändern. (Man munkelt vier Millionen verschiedene Einstiegscharakter) So kann der Held diverse Zaubersprüche erlernen oder eigene kreieren. Neben den inneren Werten, kann auch das Aussehen der Spielfigur durch hunderte von Ausrüstungsgegenstände und Kleidungsstücke beeinflusst werden.

Nachdem man die Befragung hinter sich bzw. seinen Helden erstellt hat, wird man vom Hafenmeister mit der Aufgabe entlassen, einen gewissen Caius Cosades in Balmora aufzusuchen und ihm ein Paket zu überbringen. Hierbei handelt es sich um die erste Aufgabe der Hauptquests, die allerdings keine zeitliche Begrenzung besitzt und somit vernachlässigt werden kann.

Vvardenfell

Die Vielfalt, die sich bereits in der Charaktererstellung zeigt, findet sich im gesamten Spiel wieder. Morrowind spielt sich alles andere als linear. Ob man sich einer oder mehreren der vielen Fraktionen und Gilden, die um die Macht auf der Insel streiten, anschliesst bleibt dem Spieler überlassen. Ebenso, ob man die Hauptgeschichte verfolgt oder sich auf eigene Faust umschaut. Auch in Sachen Lösungswege der Quests, bieten sich meist unterschiedliche Möglichkeiten. Vorsicht! Es ist nicht ratsam, sich wie die Axt im Walde zu benehmen, da einige NPCs später vielleicht in Nebenquests eine entscheidende Rolle spielen könnten. Nachdem diese abgeschlossen sind, kann der Wüterich in euch jedoch mit ihnen verfahren wie ihm beliebt.

Vvardenfell ist riesig und bietet neben verschieden topographischen Gebieten, diverse Dungeons und NPCs in Not. Auch Vampire sollen von einigen Inselbewohnern gesehen worden sein.

Die Ureinwohner der Insel sind Dunmer. Diese Dunkelelfen stellen den Grossteil der Bevölkerung des Spiels. Um ihre Geschichte, Religion und politischen Fraktionen drehen sich viele der abwechslungsreichen Quests.

Ein weiteres Feature von Morrowind sind die zahllosen Bücher. Diese können wirklich gelesen werden und steigern zum Teil, je nach Inhalt, Fähigkeiten oder geben Informationen zu bisher unendeckten Nebenquests oder geschichtlichen Zusammenhängen.

Um all die erbeuteten Gegenstände unterzubringen die man in einem Heldenleben anhäuft, kann der Held sie in seinen eigenen Behausungen abladen und sortieren. Die Bandbreite der Wohnungen reicht hierbei von simplen, verlassenen Holzverschlägen bis zum eigenen Magierturm mit Dienst- und Wachpersonal. Weitere von der Community erstellten Eigenheime können darüberhinaus heruntergeladen und importiert werden. Die Bastler unter euch haben durch das mitgelieferte TES Construction Set desweiteren die Chance, selbst Hand anzulegen und kreativ zu werden.

Addons und Mods

Für all diejenigen die Morrowind durchgespielt, aber immer noch nicht genug von den Elder Scrolls bekommen haben, gibt es zwei offizielle Addons. In Tribunal begibt sich der Held in die Hauptstadt des Reiches Mournhold um sich in die politischen Angelegenheiten des Reiches einzumischen. Bloodmoon führt den Helden nach Solstheim. Einer nordischen Insel, in der Werwölfe ihr Unwesen treiben. Es ist hierbei jederzeit möglich von den Addon-Örtlichkeiten  zur Hauptinsel Vvardenfell zurückzureisen.

Neben diesen offiziellen Erweiterungen, stehen dem Spieler eine oppulente Auswahl an Addons und Mods der Community zur Verfügung. Von eigenen Questreihen bis zu erweitertem Waffen- und Rüstungsarsenal, findet sich alles was das Rollenspielerherz begehrt.

Allen denen, die von der alternden Grafik von Morrowind abschreckt werden, sei ein Mod mit dem Namen Morroblivion empfohlen. Durch ihn erstrahlt Vvardenfell im Glanze der Oblivion Grafik. Um Morroblivion nutzen zu können, benötigt man jedoch Oblivion in der gepatchten 1.2 Version sowie Morrowind inklusive der beiden offiziellen Addons. Sollte man diese besitzen, kann man Morrowind ganz neu erleben.

Fazit

Morrowind lohnt sich. Das Preis- Leistungsverhältnis ist überzeugend. Auf den PC-Grabbeltischen findet man es für wenige Euro. Man kann sich mit Morrowind Stunden aber auch Monate beschäftigen ohne gelangweilt zu sein. Eine riesige, tiefe und freie Spielwelt, witzige Figuren, interessante Quests mit diversen Lösungsmöglichkeiten und tausende Gegenstände; Morrowind bietet dem Rollenspieler alles was er für spannende Abenteuer braucht.

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