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Review: Wolfenstein

01/11/2009

Wolfenstein_Wallpaper_by_igotgame1075

Jedem Gamer, Jugend- und Verfassungsschützer ist die Wolfenstein Serie ein Begriff. Im August 2009 erschien unter dem schlichten Titel Wolfenstein, der bisher letzte Teil der First Person Ego-Shooter Serie. Die zensierte deutsche Version wurde am 22 September vom Verleger Activision zurückgerufen da man in einem Level ein Hakenkreuz übersehen hatte. Ich habe für euch in die verfassungsgefärdende Uncut Version getestet um zu sehen, ob der geforderte Preis gerechtfertigt ist.

Handlung/Gameplay

Wie in den Vorgängern,  übernimmt der Spieler die Rolle des amerikanisch- polnischen Agenten B.J. Blazkowicz. In der fiktionalen Stadt Isenstadt treiben die Nazis, allen voran die Thule-Gesellschaft, ihr paranormales, okkultes Unwesen. Niemand anders als B.J. kann ihren Experiementen ein Ende Quelle: http://hitechzone.info/tag/wolfensteinsetzen.

So trifft man sich, in Isenstadt angekommen, mit dem dortigen Untergrund und hilft diesem, Mitglieder zu befreien und hochrangige Thule Mitglieder auszuschalten. Nebenbei erfährt man immer mehr über die düsteren Machenschaften und Ziele der Nazis. Nach und nach werden so neue Waffen, Superkräfte und Waffenerweiterungen freigeschaltet. Wie in allen Vorgängern, sind in jedem Level Gold und Geheimdokumente verteilt, die weitere Upgrades freischalten und auf dem lokalen Schwarzmarkt erstanden werden können.

Obwohl das Spiel eine freie Welt verspricht, ist das Leveldesign linear. Man kann zwar durch die freigeschalteten Gebiete rennen, findet hier jedoch keine weiteren Quests oder Aufgaben. Somit ist diese Möglichkeit nur für Sammler (Gold und Dokumente) von Interesse. Die Welt wirkt steril, kahl und Zivilisten finden sich kaum. Immer wieder rennt man von einem Ende der Stadt zum Anderen, um erteilte Aufträge zu erfüllen. Wolfenstein steuert sich wie die meisten Ego-Shooter, auch wenn ich das Gefühl hatte die Steuerung sei teilweise schwammig. Das könnte an meinem veralteten Rechner oder aber an der Umsetzung eines für Consolen programmierten Spiels liegen. Das Speichern von Spielständen übernimmt das Spiel automatisch an bestimmten Stellen des Spielverlaufs. Eigene Savegames können nicht erstellt werden.

Grafik/Waffenarsenal

Die Grafik wie auch die Quelle: http://www.petertheone.com/wp-content/uploads/2009/09/wolfenstein1.jpgKI in Wolfenstein ist im Vergleich zu anderen aktuellen Spielen des Genres veraltet, aber nicht auffallend schlecht. Einziges Highlight ist die Möglichkeit, sich mittels eines Artefakts in eine Parallelwelt zu begeben. In der sogenannten „Dimension der schwarzen Sonne“, sieht man Parallelweltmonster umherfliegen, verborgene Zugänge und Schwachpunkte von End- und Zwischengegnern. Durch dieses Artefakt erhält Agent Blazkowicz auch die Fähigkeiten, die Zeit zu verlangsamen, sich durch eine magische Barriere zu schützen oder den Schaden seiner Waffen zu verstärken. Um das Artefakt aufzuladen, muss man sich lediglich an einen der unzähligen Punkte begeben, die die seltsame Darksun Energie verströmen.  Neben einigen MGs, Panzerfaust und Granaten, erhält man im späteren Spielverlauf, futuristische Tesla und Partikelkanonen, die es dem Agenten erleichtern, die ohnehin überforderten Gegnerhorden zu entsorgen. Lebenspunkte existieren in Wolfenstein nicht. Wird man mehrmals getroffen, so färbt sich der Rand des Bildschirms blutig. Dies ist das Zeichen, sich einige Sekunden zurückzuziehen, bis man sich regeneriert hat. Hat man einmal einigen Waffen mit Erweiterungen ausgestattet, stellen weder Normal- noch Endgegner eine wirkliche Gefahr dar.

Fazit

Wolfenstein wirkt wie eine schlechte Folge von Outerlimits. Das Spiel vermischt diverse Stilelemente aus anderen Serien und Filmen ohne daraus etwas eigenes zuQuelle: http://hitechzone.info/tag/wolfenstein kreieren. Hellboy, Indiana Jones und Call of Duty Elemente werden hierbei verwurstet. Im Gegegnsatz zu den Vorbildern schafft es Wolfenstein jedoch nicht mich für die Handlung oder die Figuren zu begeistern. Einzig das Artefakt erzeugt einen gewissen Spielspass. Auch wenn es zu viel verlangt scheint, Logik in einem Fantasy-Shooter zu erwarten, so fehlt diese in Wolfenstein gänzlich. Alle Nazis und Untergrundkämpfer sprechen durchgehend englisch (auch unter einander) in einem stereotypischen Akzent, mit jedoch erstaunlichem Vokabular. Gold und Dokumente finden sich an den bizarrsten Orten.(Warum sollten geheime Nazidokumente auf irgendeinem Dach abgelegt werden?) Isenstadt ist voll von Untergrundkämpfern die sich zu Hauf in den, mit unübersehbaren Zeichen gekennzeichneten Wohnungen tummeln, während Soldaten ahnungslos vor den Türen patrollieren. Das die Thule-Gemeinschaft 1925 wegen mangelnder Mitglieder aufgelöst wurde und die Ausgaben für die im Spiel gezeigten Experimente exorbitant wären, soll hier einmal ausser Acht gelassen werden. Es ist nun einmal ein fiktives Fantasyszenario.

Alles in allem kann ich Wolfenstein nur für hardcore Fans der Serie oder extrem Gelangweilte empfehlen.

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One Comment leave one →
  1. Dennis permalink
    02/11/2009 10:31

    Ich kann nach eigenem Antesten des Spiels meinem Kollegen nur zustimmen: Wolfenstein ist ein äußerst unwürdiger Abklang für eine der bekanntesten wie berüchtigtsten Shooter-Reihen. Das Spiel wirkt hölzern, uncharmant altmodisch und eintönig – fast wie eine Karikatur seiner selbst. Was id-Software hier abgeliefert hat (und z.B. für die PS3 unverschämt teuer verkaufen will) war vor einigen Jahren vielleicht noch ein durchschnittliches Spiel; heute ist es schmerzhaft unzeitgemäß. Man verstehe mich nicht falsch: ich mag retro. Aber dieses krude Trauerspiel hat sich selbst überlebt. Vor allem das Nazi-Thema ist einfach bis zum „Erbrechen“ ausgenutzt…Nur für überzeugte Hardcore-Fans. Alle anderen sollten sich vom einst respektablen Namen auf der Packung nicht täuschen lassen.

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