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RetroReview: Ein blauer Igel und viele Ringe

22/10/2009

RetroReview: Sonic the Hedgehog 1 & 2 (Sega MegaDrive / Virtual Console/iPhone)

Quelle:http://toucharcade.com/wp-content/uploads/2009/03/sonic-the-hedgehog-2jpg.jpeg

Es gibt Computer- und Videospielfiguren, die zu festen Symbolen für den ganzen Bereich digitaler / elektronischer Unterhaltung geworden sind. Pac-Man, Mario oder auch Link etwa. Ein anderer, ebenfalls  besonders fest mit den Begriffen ‚Videospiel‘ und ‚Konsole‘ verbundener Held unzähliger Titel, ist der allseits bekannt blaue Igel von Sega: Sonic. Seit  1990 ist er das offizielle Maskottchen der japanischen Traditionsfirma für Unterhaltungselektronik. Damit verdrängte der neue gezackte Held das/ den etwas dümmlich wirkende/n Alexx Kidd.Quelle: http://img.qj.net/uploads/articles_module/66924/alex%20kidd_qjpreviewth.jpg

Bis heute erscheinen Spiele, in denen Sonic auftaucht. Ich möchten in diesem RetroReview  meinen Blick allerdings auf die beiden ersten Teile richten, die meiner Auffassung nach auch immer noch die besten der ganzen Reihe sind. Warum das so ist? Tja, das ist passend zu den Titeln schnell erklärt…

Die Handlung:

Um die Macht auf dem weit entfernten Planeten Mobius an sich zu reißen, versucht der fette, fiese Dr. Ivo Robotnik die Kontrolle der so geannten „Chaos Emeralds“ zu erlangen. Dazu hat er eine rieseige Roboter-Armee erschaffen – aus unschuldigen Tierchen, die in den stählernen Konstruktionen gefangen sind. Sein Ziel ist letztlich, seine fliegende Festung „Death Egg“ so mächtig zu machen, dass er spielend die Weltherrschaft an sich reißen kann. Der einzige, der in der Lage ist, Dr. Robtnik einhalt zu gebieten: Sonic – ein unglaublich schneller, blauer Igel, der mit seinen Zacken problemlos mit den Roboterhorden fertig wird. Am Ende des ersten Teils bezwingt der heroische Turbo-Igel dann auch den fiesen Fettsack in seiner dämlichen Festung.

Quelle: http://ecetia.com/wp-content/uploads/2007/07/sonic2_1.jpgIm zweiten Teil trifft Sonic Tails, einen ‚doppel-schwänzigen“ Fuchs (nicht auf seine ‚privates‘ bezogen), der fast genauso schnell ist wie er und zudem mittels Propellerkraft fliegen kann. Das passt gut, den Robotnik versucht erneut den ganzen Planeten nach gewohntem Schema zu unterwerfen – nur dass seine Waffen cooler sind als noch im ersten Spiel.

Die Story ist, wie man merkt, nicht sonderlich tiefgründig – das ist aber auch völlig egal, sind die allseits bekannten Sonic-Spiele doch hervorragende Jump’n’Runs und keine Adventures bzw. Rollenspiele. In späteren Teilen treten noch weitere Charaktere hinzu, in Form von Knuckles, Amy Rose oder dem zweitem großen Widersacher Shadow the Hedgehog.

Die Spielmechanik

Die ersten beiden Sonic-Spiele können gewissermaßen als Epitome des rasanten 2D-Jump`n`Runs angesehen werden. Meist von links nach rechts, stürzt mQuelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/d/d3/MD_Sonic_the_Hedgehog.pngan in atemberaubender Geschwindigkeit durch die vielen Level. Dabei sammelt man – ähnlich den Münzen bei Super Mario- unzählige goldene Ringe ein. Für 100 Stück bekommt man ein Extraleben  (auch wie bei Nintendos Klempner). Sonic trifft dabei auf ganze Gegnerscharen, die fahren, fliegen und klettern können. Außerdem verschießen einige von ihnen kugelförmige Geschosse. Wird man von diesen getroffen oder berührt man einen der Roboterschergen, verliert man zunächst alle gesammelten Ringe; hat man keine Ringe, verliert der blaue Held sein Leben. Neben den Gegnerscharen – die wirklich vielseitig auffahren- sind die Level selbst oftmals eine Bedrohung für das Igelheil: viele fiese Fallen, versteckte Gruben, Stacheln, Flammenwerfer, Lavaseen, Abgründe, heißer Dampf uvm. Die einzelnen Level weisen dabei alle spieltechnische Eigenheiten auf und stellen immer neue Herausforderungen.

Quelle: http://farm3.static.flickr.com/2329/2048634522_cbfb076eee_o.jpgNeben seiner unfassbaren Geschwindigkeit kann Sonic springen und sich zur tödlichen Kugel zusammenrollen. In dieser Form zerstört ihr  auch die Roboter, aus denen dann die befreiten kleinen Tiere springen. Boni sind in „Monitoren“ versteckt, die in den Leveln verteilt herumstehen. In diesen sind Ringe, Schutzblasen oder „Sternenstaub“ versteckt. Letzterer macht Euch -ähnlich dem Superstern in den Mario-Spielen – für eine kurze Weile unsterblich. In beiden Teilen erwarten Euch weiter viele verschiedene kleine Gimmicks, wie z.B. ein „Kanonrohr-Transport-System“ (im späteren Donkey Kong Country imitiert), riesige Flipper-Anlagen, in denen Sonic als Kugel durch die Gegend geschossen wird und diverse Bonusstages: Im ersten Teil schwebt Ihr dabei durch einen transzendentalen Raum, begrenzt durch Blockwände und gefüllt mit Ringen. Im zweiten Teil lauft Ihr in pseudo-3D durch tunnelartige Parcourse; dabei könnt Ihr euch im Zweispielermodus richtige Wettrennen um die Ringe liefern.

Am Ende eines jeden Abschnitts erwartet Euch dann Dr. Robotnik in einem abgefahrenenQuelle: http://www.theghz.com/sonic/son2/son2_40.gifKampffahrzeug – immer unterschiedlich bewaffnet. Um ihn zu besiegen, muss jedes mal eine etwas andere Taktik angewandt werden.

Das Design

Beide Sonic-Titel sind sehr bunt und detaillreich in Szene gesetzt. Damals gehörten sie zu den grafisch besten Spielen ihrer Zeit. Sonic, seine Gegner sowie die Fahrzeuge von Robtnik sind sehr flüssig animiert und fügen sich nahtlos in die Comic-Optik der Umwelt ein. Die einzelnen Level sind abwechslungsreich gestaltet und unterscheiden sich im Stil visuell wie auditiv. Der Soundtrack ist für die damaligen Verhältnisse ebenfalls von sehr hoher Qualität und weist  – in Vergleich zu anderen Titeln – eine erstaunliche Vielfalt auf.

Mein Fazit

Auch wenn Sega wohl nie wieder seine einstige Größe wiedererlangen wird, mit Sonic hat das Unternehmen eine Ikone der Computer- und Videospielkultur erschaffen. Die beiden ersten Teile trugen damals auch wesentlich zum Erfolg der 16-Bit-Konsole Mega Drive / Genesis bei und sind bis heute Toptitel unter den 2D-Jump`n`Runs. Wie bereits erwähnt, erscheinen immer noch  Titel mit dem blauen Igel. Daher lässt sich diesbezüglich schon von einer Erfolgsstory sprechen. An die alten Spiele sind meinerseits positive Kindheitserinnerungen gebunden, viel auszusetzen habe ich eigentlich nicht – abgesehen von vereinzelten Bugs (Sonic bleibt an bestimmten Stellen stecken), der mangelnden Speicher- bzw. Passwortfunktion und dem teilweise hohen Schwierigkeitsgrad. Alles in allem ist das Spiel aber rund um zu empfehlen ( es sei denn man ist HD-Freak und verachtet die gute alte Zeit). Mein Urteil: Sehr gut!

Sonic the Hedgehog erschien 1991 für Segas Mega Drive bzw. Genesis (US), ein Jahr später folgte der zweite Teil für die selbe Konsole. Die Spiele kosteten damals jeweils…keine Ahnung, vielleicht um die 100 Mark? Heute sind Teil 1 für Apples iphone (4,99 EUR) und Teil 2 für Nintendos Virtual Console (Wii) erhältlich ( ca. 800 Wii Points, etwa 8 EUR). Die Spielzeit liegt pro Teil – je nachdem wie gut man ist – bei 4 bis 8 Stunden (grobe Schätzung!)

P.S.:Fall sich jemand fragt, warum wir bisher immer so positiv urteilen: wir stehen noch am Anfang und spielen uns langsam durch unsere Sammlung. In Zukunft wird sicher auch mal ein Scheißspiel dabei sein, versprochen.

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2 Kommentare leave one →
  1. Chrono permalink
    31/10/2009 00:38

    well,well,well

  2. brain permalink
    31/10/2009 00:44

    sonic ist kult, einfach klasse das game! hab mal früher einen igel gefangen und in blauer farbe getumpft, war aber dann so klebrig -da war nichts mehr mit los düsen hehe *gg*

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